Wolfgang Koeppen "Im Labyrinth des Schreibens"

Ausstellungsband

Herausgegeben von Anett Hauswald und Roland Ulrich

98 Seiten

Ausstellungsband
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Wolfgang Koeppen wäre am 23. Juni 2006 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass hat das Literaturzentrum Vorpommern im Greifswalder Geburtshaus des Autors eine Ausstellung erarbeitet, die sich dem Künstler Koeppen widmet, in seine Schreibwerkstatt blickt, den vielgesichtigen Literaten und produktiven Journalisten zeigt, seine Schreibqualen und Versagensängste dokumentiert, und einen Ästheten beschreibt, der aus Literatur gebaut zu sein scheint, eben einen manischen Leser, Rollenspieler und pausenlosen Fabelerfinder.

 

Nicht minder wichtig ist dabei der Zeitchronist, der sich mit der einprägsamen Darstellung von Krisenerfahrungen in Zeiten der Modernisierung, des Zeitumbruchs nach dem I. und II. Weltkrieg, einen vorderen Platz in der deutschen Literaturgeschichte erschrieb. Koeppen selbst war mit diesen Umbruchserfahrungen, der schmerzenden Zeit und ihren Symptomen der Angst und Verzweiflung bestens vertraut.

 

Der Autor fühlte sich zeitlebens als Außenstehender und Beobachter, als Einsamer in der Menge, der selten aus seiner Haut konnte und auf der Suche nach sich selbst literarische Grenzen überschritt. Das erregte Medieninteresse, schuf eine Aura prophetischer Existenz und hielt den Autor auch in jenen langen Zeiten im Gespräch, als der längst als Romanautor verstummt war.


Die Ausstellung nutzt den Nachlass des Autors im Greifswalder Koeppen-Archiv, um aus Koeppens „Zettelgebirge“, diversen Schreibanfängen und Projektskizzen, aus Briefen und Sachzeugnissen einen Zeugen des Jahrhunderts und großen Ästhetiker hervortreten zu lassen.

 

Parallel zur Ausstellung ist dieser Band erschienen, der alle wichtigen Stationen der Ausstellung dokumentiert.